Sensation am World Fish Migration Day: Maifische im Fischpass
Erstmals konnten lebende Maifische aus nächster Nähe beobachtet werden.
Gemeinsam mit euch feierten wir am 24. Mai 2026 den World Fish Migration Day im mosellum. In unserer Ausstellung gab es viel Wissenswertes rund um das Thema Wanderfische zu entdecken. Neben spannenden Infos erwarteten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Spiele sowie interaktive Angebote für Groß und Klein.
Ein besonderes Highlight bot auch in diesem Jahr unser Spezialprogramm „Fische hautnah erleben“. Dabei konnten verschiedene heimische Fischarten aus nächster Nähe betrachtet werden, darunter Brasse, Güster, Rotauge, Ukelei, Barbe, Bachforelle, Äsche und Schwarzmundgrundel. Doch diesmal wartete eine ganz besondere Überraschung auf unsere Gäste: Erstmals bot sich die seltene Gelegenheit, Maifische zu sehen.
Besonderer Fund bei der Fangkammerleerung
Regelmäßig kontrollieren Fachleute der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord sowie weitere an der Fischpassanlage beteiligte Expertinnen und Experten die sogenannte Fangkammer. Dabei handelt es sich um ein längliches Becken neben dem Fischpass, in das Fische zur wissenschaftlichen Kontrolle umgeleitet werden können.
Die Untersuchungen dienen unter anderem dazu, den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen, ihr Vorkommen zu dokumentieren und Daten zu Größe und Alter zu erfassen. Ergänzend zum VAKI-Counter, der die Fischwanderung per Kamera erfasst, können bei besonderen Funden einzelne Tiere näher untersucht, markiert oder für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen übergeben werden.
Dank der engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden können diese Fangkammerleerungen gelegentlich mit unseren Veranstaltungen verbunden werden. Dadurch erhalten unsere Besucherinnen und Besucher einen einzigartigen Einblick in die faszinierende Welt der Moselfische.
Besonders bemerkenswert ist, dass bislang noch nie ein lebender Maifisch in der Fangkammer der Mosel nachgewiesen wurde. Bereits im vergangenen Jahr konnte das mosellum-Team oberhalb der Koblenzer Staustufe einen größeren Schwarm beobachten. Der aktuelle Fund stellt nun einen weiteren bedeutenden Nachweis dieser seltenen Art dar. Umgehend wurden die entsprechenden Behörden informiert.
Der Maifisch kehrt zurück
Der Maifisch war einst in den Zuflüssen des Rheins und vielen weiteren europäischen Flusssystemen weit verbreitet. Durch Überfischung, Gewässerverschmutzung und den Bau von Wanderhindernissen wie Staustufen gingen die Bestände jedoch stark zurück. Seit den 1960er Jahren galt die Art im Rheinsystem weitgehend als ausgestorben.
Als Wanderfisch verbringt der Maifisch den größten Teil seines Lebens im Meer. Zur Fortpflanzung steigen die geschlechtsreifen Tiere in die Flüsse auf, wo sie laichen. Die Jungfische wandern anschließend wieder ins Meer ab. Für ihren Lebenszyklus sind die Tiere daher auf durchgängige Flüsse angewiesen.
Im Rahmen des Maifisch-Projekts wird seit 2017 ein Wiederansiedlungsprogramm koordiniert. Dabei werden regelmäßig junge Maifische ausgesetzt, um die Bestände langfristig wieder aufzubauen. Die aktuellen Nachweise zeigen, dass diese Maßnahmen offenbar erste Erfolge erzielen: Die ausgesetzten Tiere finden ihren Weg ins Meer und kehren später zum Laichen in die Flüsse zurück.
Wir freuen uns sehr, dass wir einen so außergewöhnlichen Fund im mosellum erleben durften und diesen besonderen Moment mit unseren Besucherinnen und Besuchern teilen konnten.
Vielen Dank an alle, die dabei waren und diesen World Fish Migration Day zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!

Erlebniswelt -
Fischpass Koblenz
Moselstaustufe
Peter-Altmeier-Ufer 1
56068 Koblenz
Tel.: 0261 - 952 340 30
info@mosellum.de
Öffnungszeiten
Donnerstag bis Sonntag:
10:00 bis 17:00 Uhr
An Feiertagen:
10:00 bis 17:00 Uhr
Der letzte Einlass ist um 16:30 Uhr
Der Eintritt ist kostenlos!
Umbaumaßnahmen: Vorübergehende Schließung
Das mosellum bleibt vom 04. Juni bis einschließlich 10. Juni 2026 aufgrund von Umbaumaßnahmen geschlossen.
Veranstaltungen
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